Longboard für Kinder: 5 Dinge auf die Eltern achten sollen

Worauf sollen Eltern achten wenn sie ein Longboard für Kinder kaufen? Hier findest du die wichtigsten Tipps um auf Nummer sicher zu gehen.

1. Positive Auswirkungen auf die Gesundheit

Kinder verbringen viel zu wenig Zeit im Freien. Jedes fünfte Kind in Deutschland und Österreich leidet an Übergewicht – Tendenz steigend.

Mädchen mit Longboard und HelmOft ist Bewegungsmangel die Ursache und hat viele Krankheiten mit Teils chronischem Verlauf und Langzeitschäden zur Folge.

Dabei würde Sport viele Probleme lösen. Deshalb sollten Eltern froh sein, wenn ihr Kind Interesse an Longboards zeigt und sie aktiv dabei unterstützen. Denn Fahrten mit dem Longboard machen nicht nur Spaß, sie sind ein Training für den ganzen Körper ohne sich so anzufühlen.

Außerdem ist es gerade bei Kindern und Sport entscheidend mit wie viel Freude sie bei der Sache sind. Langweilige Routinen führen dazu, dass viele aufgeben und die Motivation verlieren.

Die wichtigsten gesundheitlichen Vorteile von Longboards für Kinder:

Krafttraining für den ganzen Körper

Das Longboard immer wieder anzutauchen („pushen“) braucht Kraft und stärkt nicht nur die Waden- und Gesäßmuskulatur. Während der Fahrt muss die Balance gehalten und der ganze Körper kontrolliert werden. Dadurch wird die Körperspannung von Kindern verbessert. Auch der Oberkörper kommt zum Einsatz und Bauch, Brust und Arme werden trainiert.

Ganzheitliches Herz-Kreislauf-Training

Egal ob man Mediziner oder Sport- und Ernährungswissenschaftler fragt, die positiven Folgen von Cardio-Training sind unumstritten. Regelmäßiges Herz-Kreislauf-Training senkt den Blutfettspiegel und reduziert das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden. Da Kinder und Jugendliche in der Regel draußen Longboard fahren füllt sich die Lunge mit frischer Luft und der Sauerstoffgehalt im Blut steigt.

Ein Longboard für Kinder bringt mehr Ausdauer

Wenn du möchtest, dass dein Kind etwas für seine Ausdauer tut dann ist Longboarding sehr gut dafür geeignet. Die Phase der Anstrengung beim Pushen gefolgt von den kurzen Pausen bietet dem Herz ausreichend Verschnaufpausen vor der nächsten Belastung. So werden Kinder und Jugendliche die Ausdauer verbessern und bereits nach kurzer Zeit erste Erfolge sehen.

Fördert Beweglichkeit und Motorik

Immer mehr Kinder haben Probleme mit der Motorik. Eine Studie im Auftrag des Bundesministerium für Gesundheit hat gezeigt, dass mehr als jedes dritte Kind in Deutschland Probleme damit hat rückwärts zu balancieren.

Wer ein Longboard für Kinder kauft sorgt dafür, dass der Nachwuchs Motorik und Beweglichkeit fördert. Auf dem Longboard müssen während der Fahrt bestimmte Positionen gehalten und gleichzeitig auf die Atmung geachtet werden. Gute Atmung und das bewusste Halten von Positionen sorgt dafür, dass die Flexibilität der Muskel verbessert wird.  Die Motorik wird durch regelmäßiges Üben trainiert.

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist

Schon die Römer kannten dieses Sprichwort. Auch unsere Kinder haben heute schon früh Stress. Egal ob im Kindergarten, in der Schule oder durch ein dicht geplantes Freizeitprogramm. Deshalb ist es wichtig jungen Menschen eine Auszeit als Ausgleich zu gönnen in der sie sich austoben können.

Oft wird der Zusammenhang zwischen mentaler Gesundheit und verbreiteter körperlicher Krankheiten unterschätzt. Das Fahren mit dem Longboard kombiniert körperliche Aktivität im Freien mit Vergnügen. Eine gute Kombination um Stress abzubauen.

Das führt dazu, dass Kinder nach dem Sport entspannter sind und besser schlafen. Gesunder Schlaf wird zu häufig unterschätzt, wenn es um das Thema Gesundheit bei Kindern geht.

Gut für Selbstbewusstsein und Konzentrationsfähigkeit

Longboarden führt dazu, dass Kinder die Körperhaltung verbessern und trainiert beim Longboard Lernen Geduld und Konzentrationsfähigkeit. Außerdem ist es gut für das Selbstbewusstsein, wenn man eine Sportart beherrscht und hilft, neue Freunde mit gleichen Interessen zu finden.

2. Diese Eigenschaften sollte ein Longboard für Kinder haben

Longboarden ist mit der richtigen Ausrüstung für Kinder bestens geeignet und mit ein wenig Übung leicht zu lernen. Ein gutes Longboard für Kinder sollte folgende Eigenschaften haben:

  • – das Longboard muss zum Gewicht des Kindes passen
  • – das Longboard darf je nach Alter nicht zu schwer für das Kind sein
  • – ausreichend Breite für mehr Stabilität
  • – passende Drop-Through Montageform mit tiefer Straßenlage
  • – Rollendurchmesser von bis zu 70 mm für einfache Beschleunigung

Deck: Viel Flexibilität und breite Boards

Das Deck ist für Kinder Longboards ein wichtiges Kriterium. Viele Longboard Hersteller bieten Longboards in unterschiedlichen Flex-Stufen. Flex steht für Flexibilität und sagt aus, wie starr das Longboard-Brett ist und wie sehr es bei Belastung nachgibt. Meistens ist die Flexibilität in den Flex-Stufen 1 bis 3 angegeben. Je höher die Flex-Stufe, desto biegsamer das Deck.

Die Flex-Stufen unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Daher sollen die Gewichtsangaben dieser Tabelle nur als Orientierungshilfe dienen:

Flex-Stufe

Gewicht

Brett
Flex 1

ca. 70 – 120 kg

kaum biegsam
Flex 2

ca. 60 – 90 kg

wenig biegsam
Flex 3

ca. 35 – 75 kg

biegsam

Anders gesagt: Je leichter das Kind, desto größer die Flexstufe und Biegsamkeit des Decks. Longboards mit mehr Flexibilität lassen sich leichter kontrollieren und liegen gut in Kurven. Deshalb sind sie für langsame Fahrten besser geeignet als Decks mit geringerer Flexstufe.

Außerdem sollte das Longboard breit genug  sein um dem Nachwuchs ausreichend Platz zu bieten. Breite Longboards sorgen für sicheren Halt und bieten Stabilität.

Drop-Through Longboard mit niedrigem Schwerpunkt

Für Kinder und Jugendliche sollte das Longboard in der Ausführung „Drop-Through“ sein. Das bedeutet, dass die Achsen von oben durch das Deck montiert sind und somit mehr Stabilität und einen niedrigeren Schwerpunkt haben.

Um das Longboard zu Beschleunigen muss das Kind auf dem Longboard eine kleine Kniebeuge machen. Dadurch dass das Drop-Through-Longboard näher an der Straße liegt als andere Montageformen, fällt das Antauchen nicht so schwer. Je höher Boards sind, desto anstrengender ist es für Kinder das Longboard zu beschleunigen da die Kniebeuge größer wird.

Außerdem weist diese Montageform sehr gute Allrounder-Eigenschaften aus und ist für Anfänger empfehlenswert. Diese Montageform ist für ein gutes Longboard für Kinder erste Wahl.

Longboard Montageform: Gegenüberstellung Drop-Through und Top-Mount

Gegenüberstellung der Montageform: Drop-Through vs. Top-Mount

Weiche Rollen mit geringem Durchmesser

Rollen spielen eine wichtige Rolle wenn es um das Fahrverhalten von Longboards geht. Ein Longboard für Kinder sollte weiche Rollen (78A) mit einem Durchmesser von bis zu 70mm haben.

Die Härte der Rollen wird auf der A-Skala angegeben. Weiche Rollen Haften gut am Untergrund und gleichen Unebenheiten im Straßenbelag gut aus.

Der Rollendurchmesser entscheidet darüber wie schnell das Longboard beschleunigt und die erreichte Geschwindigkeit hält. Rollen mit weniger Durchmesser beschleunigen schneller und einfacher als größere Rollen. Dafür halten sie die einmal erreichte Geschwindigkeit nicht so lange.

Longboard Rollendurchmesser Beschleunigung und GeschwindigkeitHier findest du die beliebtesten Kinder Longboards.

Jugendliche und Longboards

Große Jugendliche achten auf die gleichen Kriterien wie Erwachsene achten. Hier hängt es vor allem davon ab, für welchen Fahrstil das Longboard genutzt werden soll. In dieser Grafik haben wir die wichtigsten Kriterien zusammengefasst.

Longboard Ratgeber: Infografik mit Kaufberatung und Tipps zum Longboard Kaufen

Mini Longboards, Mini Cruiser und Penny Boards

Wenn dir die langen Bretter für den Nachwuchs zu groß und schwer sind, dann sind Mini Longboards eine Option für dich. Sie sind klein, kompakt und handlich, und können so einfach transportiert werden. Wegen ihrer kompakten Maße können sie in den Rucksack eingepackt werden und brauchen auch zu Hause wenig Stauraum. Diese Mini Boards bieten aber nicht so viel Platz und sind deshalb etwas schwerer zu lernen als es bei klassischen Longboards der Fall ist.

3. Sicherheit: So senkst du das Verletzungsrisiko

Kinder sind die wichtigsten Menschen der Welt. Wie bei jeder Sportart und Fortbewegungsmittel besteht auch beim Longboarden ein Unfallrisiko. Kinder schätzen das oft nicht richtig ein. Voller Tatendrang stürzen sie sich ohne Rücksicht auf Verluste ins Abenteuer.

Die meisten Unfälle mit Longboards passieren Einsteigern in der Anfangszeit. Deshalb liegt es an uns Erwachsenen, dafür zu sorgen, dass Kinder bestmöglich geschützt sind und von Beginn an eine passende Schutzausrüstung haben.

Helm, Handgelenkschützer, Ellbogen- und Knieschoner zählen zur Grundausrüstung und sind bei jeder Longboard-Fahrt Pflicht. Wer das Risiko weiter reduzieren möchte kann das mit geeigneten Rückenprotektoren tun. Wer hier am falschen Platz spart kann das teuer bezahlen.

Richtige Größe entscheidend

Es ist sehr wichtig, dass die Größe der Ausrüstung zum Kind passt. Oft sehen wir Kinder die einen zu großen Helm beim Fahren tragen. Das ist gefährlich, denn zu große Helme können bei einem Unfall verrutschen und den Kopf nicht ausreichend schützen. Auch zu kleine Helme sollten vermieden werden, denn sie können dem Nachwuchs Kopfschmerzen verursachen, da sie zu eng am Kopf aufliegen.

Neben der Größe ist es auch wichtig, dass der Helm gut sitzt und der Gurt richtig eingestellt ist und ein Dreieck um die Ohren bilden ohne sie zu berühren.

Kinder mit Longboards sollten immer helle Kleidung tragen, um von anderen besser gesehen zu werden. Das ist besonders wichtig, wenn das Longboard auf öffentlichen Straßen genutzt wird. Fahrrad- und Autofahrer sind Longboards im Verkehr noch nicht gewohnt.

4. Verbindliche Regeln vereinbaren

Obwohl man Kinder so oft wie möglich selbst entscheiden lassen sollte müssen beim Longboarden einige Grundregeln beachtet werden. Schließlich geht es um die Sicherheit der Longboard Kids.

Folgende Regeln solltest du mit deinem Kind je nach Alter besprechen:

  • – Schutzausrüstung ist Pflicht
  • – Langsamer Einstieg, keine Überschätzung
  • – Kein Smartphone während der Fahrt
  • – Longboarden und Alkohol vertragen sich nicht
  • – Je nach Alter: nur in Gruppen fahren
  • – Auf den Verkehr achten (Vorsicht bei Fußgängerübergang)
  • – Helle Kleidung tragen (Sichtbarkeit)
  • – Festes Schuhwerk (Bremsen)
  • – Vorsicht bei Regen (Rutschgefahr)

5. Longboardzeit ist Familienzeit

Der Longboard Kinderwagen zeigt, dass coole Eltern auch mit einem Longboard für Kleinkinder viel Spaß mit der ganzen Familie haben können. Wenn die Kinder größer sind und das Interesse am Longboarden bleibt kann dieser Sport ein Erlebnis für die ganze Familie sein.

Die meisten Eltern genießen es, ihren Kindern etwas was sie können mit auf den Weg zu geben und verbinden tolle Erinnerungen damit. Viele erinnern sich daran, wie und wo ihre Kinder Fahrradfahren oder Schwimmen gelernt haben. So kann es auch mit dem Longboard-Fahren sein.

Egal ob Eltern aktiv daran teilnehmen oder den Nachwuchs passiv unterstützen: Damit das nicht zu Frust führt ist es wichtig, dass das aus Freude an der Bewegung geschieht und vom Kind gewollt ist. Es geht nicht um den nächsten Longboard Weltrekord, Profi-Tricks oder Performance, sondern darum einzigartige Momente mit den Liebsten zu erleben und gute Erinnerungen an die gemeinsame Zeit zu sammeln.

Fazit

Das Longboard Fahren fördert einen gesunden Lebensstil von Kindern. Wer das richtige Longboard für Kinder findet und für geeignete Schutzausrüstung sorgt wird seinem Kind etwas Gutes tun. Je nach dem ab welchem Alter Longboard Kids starten sollten einige Regeln beachtet werden. Hier findest du die beliebtesten Kinder Bestseller-Longboards. Große Jugendliche können sich an der Anleitung für Erwachsene, die ein Longboard kaufen orientieren. Dann steht einem Erlebnis für die ganze Familie nichts im Weg.

Wenn dich die Begeisterung für Longboarden angesteckt hat und du gemeinsam mit deinem Kind fahren möchtest, findest Du die besten Boards im Longboard Test.

Hast du Anmerkungen oder gemeinsame Longboard-Erlebnisse mit deinem Kind? Dann hinterlasse einen Kommentar.